Trade Republic Private Equity – Anlageform für Superreiche jetzt auch für Kleinsparer
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Bisher war es eine Anlageform, die nur Superreichen und Reichen zugänglich war. Die Rede ist von sogenannten Private Markets, einer Anlageform bei der sich Investoren an Unternehmen beteiligen, die nicht an der Börse notiert sind. Trade Republic Kunden können das ab dem 22.09.25 auch, und sie müssen dafür nicht wie üblich mindestens 10.000€ für lange Zeit investieren – das neue Investment gibt es jetzt schon ab einer Sparrate von 1€! Wir haben uns das neue Angebot, das den Finanzmarkt demokratisieren soll, genauer angesehen.
Kurzüberblick: Chancen und Risiken von Private Equity
Die Vorteile für Anleger
Für die Kundinnen und Kunden von Trade Republic eröffnet sich eine komplett neue Welt des Investments:
- Investitionen in Private Market schon ab 1€, auch als Sparplan möglich.
- Eine komplett neue Anlageklasse, die bisher Kleinanlegern verwehrt blieb, sorgt für weitere Diversifikationsmöglichkeiten im Portfolio.
- Weniger starke Kurs- bzw. Bewertungsschwankungen als bei Aktien sorgen für eine längere Reaktionszeit.
- Mit Apollo aus New York und EQT aus Stockholm setzt Trade Republic auf zwei der renommiertesten Fondsmanager weltweit.
- Die Investments können laut Trade Republic monatlich wieder verkauft werden, was bisher auch nicht üblich war.
- Mögliche Renditen von 12-14% pro Jahr.
Was sind die Risiken bei Private Equity
So spannend und reizvoll der Zugang zu Private Equity klingt – Anleger sollten die Risiken nicht unterschätzen:
- Die Transparenz über die Bewertung der Anlage ist geringer als an der Börse. In der Regel werden die Unternehmen in einem zeitlich größeren Turnus bewertet.
- Laut Trade Republic kann die Anlage jederzeit wieder verkauft werden, allerding unter dem Vorbehalt, dass sich ein Käufer findet. Bei starken wirtschaftlichen oder politischen Turbulenzen ein hohes Risiko.
- Die Rendite ist nicht in Stein gemeißelt, es handelt sich um Studien und Hochrechnungen und gilt für die Top-Fonds.
- Diese Anlageform ist eher für längere Kapitalbindung interessant.
Für wen eignet sich die Investition in Private Markets?
Private Markets sind kein Produkt für Zocker, sondern für Anleger mit langem Atem. Wer also ein paar Jahre Zeit hat, Experten sprechen von mindestens fünf Jahren, sollte sich ernsthaft mit den Möglichkeiten dieser Anlageform auseinandersetzen.
- Investoren mit einem langen Anlagehorizont, die bereit sind, kurzfristige Wertschwankungen und eingeschränkte Liquidität in Kauf zu nehmen.
- Personen die nicht auf kurzfristige Verfügbarkeit des gesamten investierten Kapitals angewiesen sind
- Sparer die bereit sind, höhere laufende Kosten und mögliche Erfolgsgebühren zu akzeptieren – diese können die Rendite mindern.
- Wer Diversifikation über traditionelle Anlageklassen hinaus anstrebt und sich mit weniger Transparenz abfindet.
Nicht geeignet sind Private Markets, wenn man: - rasch über sein Geld verfügen möchte.
- Kosten gering halten will.
- Eine besonders sichere Anlageform sucht, dann sind ETFs der bessere Weg.
Was sind Private Markets – wer und was steckt dahinter?
Private Markets (man spricht oft auch von Private Equity, Private Debt, Infrastruktur oder Immobilien außerhalb der Börse) umfassen Investitionen in Unternehmen oder Vermögensgegenstände, die nicht an einer öffentlichen Börse gehandelt werden. Diese Firmen sind also nicht börsennotiert. Statt täglicher Kurse gibt es seltene Bewertungen – oft monatlich oder noch seltener.
Bei diesen Investments übernehmen Fondsmanager die Aufgabe, passende Private-Unternehmen oder Projekte zu finden, zu prüfen, zu begleiten und später – möglichst mit Gewinn – zu veräußern oder über andere Wege zurückzuzahlen. Trade Republic arbeitet hier mit zwei renommierten Managern, nämlich Apollo aus New York und EQT aus Stockholm, zusammen.
Warum eröffnet Trade Republic diese Anlageform jetzt auch Kleinsparern?
Trade Republic verfolgt laut eigenen Aussagen das Ziel, Privatanlegern Zugang zu Anlageklassen zu ermöglichen, die bisher großen institutionellen Investoren oder sehr vermögenden Personen vorbehalten waren. Man will das Portfolio erweitern über ETFs und börsennotierte Aktien hinaus – mehr Diversifikation, mehr langfristige Renditechancen.
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, besteht bei Trade Republic das Bestreben, Private Markets über Eltif-Regulierung und Partnerschaften auch für Anleger mit kleinen Beträgen zugänglich zu machen. Dort heißt es, dass früher Investitionen in Private Markets oft Mindestbeträge im sechsstelligen Bereich erforderten, und dass Trade Republic nun ermöglicht, bereits ab einem Euro einzusteigen – inklusive monatlicher Rückgabemöglichkeit über einen internen Marktplatz der Plattform.
Trade Republic wächst kontinuierlich und will das auch weiterhin tun
Natürlich ist dieses Angebot auch ein kluger Schachzug für den Online-Broker selbst. Der Anbieter hat inzwischen mehr als 10 Millionen Kunden und über 150 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen. Laut Handelsblatt ist Trade Republic eines der wertvollsten Fintechs des Landes. Bei der letzten Finanzierungsrunde im Sommer 2022 wurde das Unternehmen auf fünf Milliarden Euro eingeschätzt. Nun also ein weiterer Paukenschlag mit dem neuen Angebot, das mit Garantie weitere Neukunden auf sich aufmerksam machen wird.
Welche Kosten kommen auf die Anleger bei Private Equity zu?
Trade Republic schreibt zu den Kosten folgendes auf seiner Webseite:
Wir erheben keine Gebühren für unseren Service, wie bei allen anderen Produkten kommen wir an den Tisch, wir handeln das beste Geschäft aus, wir haben eine Einnahmeaufteilung mit dem Fonds, also sind die 12 % Marktzielrendite wirklich das, was du in deinem Portfolio bekommst. Wie für jede andere Art von Investition bei Trade Republic zahlst du 1 € Ordergebühr und du kannst in einen provisionsfreien Sparplan investieren.
Kürzlich betonte die Stiftung Warentest aber die komplexe Gebührenstruktur. So verlangen die beiden Partner Apollo und EQT mit Stand Oktober 2025 folgende zusätzliche Gebühren:
- Apollo-Fonds: 1,8 % laufende Kosten plus erfolgsabhängige Gebühren, die auf etwa 1,7% geschätzt werden.
- EQT-Fonds: 2,35% laufende Kosten plus Austrittkosten von 5% in den ersten 18 Monaten.
Wie immer gilt – Kosten kanibalisieren die Rendite.
Bonus bis 1. Oktober
Wer bis zum ersten Oktober in Private Equity investiert, erhält einen Bonus von 1% von Trade Republic.
Unser Fazit
Trade Republic bringt seinen Kunden mit Private Equity eine exklusive Anlageklasse direkt aufs Smartphone. Für viele bedeutet das die Chance, so zu investieren, wie es bislang nur die Reichen konnten. Damit ist Trade Republic nicht der erste Anbieter von Private Markets für Kleinanleger. Ein ähnliches Angebot gibt es auch bei Scalable Capital. Doch die Berliner setzen Maßstäbe: Nirgendwo sonst können Kleinanleger schon mit einem Euro starten und gleichzeitig auf die größten Fondsmanager der Welt zugreifen. Aus unserer Sicht ist das eine gute Entwicklung, hin zu einer Öffnung der Finanzmärkte für alle.
Aber: Wer hier einsteigt, sollte wissen, dass Private Equity kein Ersatz ist für andere Anlageformen wie ETFs oder verzinste Tagesgeldkonten. Es ist ein zusätzlicher langfristiger Baustein für ein stabiles Portfolio – und nur sinnvoll, wenn Anleger Geduld mitbringen und bereit sind, die Risiken zu tragen.
Jetzt Portfolio um Private Equity erweitern
Häufige Fragen zum Thema Private Markets
Die Investition in Unternehmen, die nicht an der Börse notiert sind eignet sich besonders für Personen, die langfristig Kapital ansparen wollen und ihr Portfolio diversifizieren möchten.
Fachleute sprechen von einem mittleren Risiko. Die Risiken bestehen darin, dass sich die Unternehmen nicht entwickeln wie erwartet und deswegen keine oder nur eine geringe Rendite erziehlt werden kann. Und weiterhin, dass die Anteile nicht wie gewünscht wieder verkauft werden können, weil sich kein Käufer findet.
Nein, nicht wirklich. Es ist ein positives Signal diese Märkte auch Kleinsparern zu eröffnen, aber gleiche Chancen für den Vermögensaufbau eröffnen sie nicht. Dies ist meist eine Frage von bereits vorhandenem Kapital, solider Finanzbildung und Zeit, sich damit zu beschäftigen.
Ja, das Unternehmen hat seinen Sitz in Deutschland und ist entsprechend gut reguliert. Bereits mehr als 10 Millionen Kunden vertrauen Trade Republic und der Broker ist eines der aktuell wertvollsten Fintecs Deutchlands.